Charaktervoller Wein

braucht Leidenschaft.

Davis Weszeli

Der dreifache Familienvater wechselte vom hektischen Stadtleben in die Landwirtschaft, um seiner großen Naturverbundenheit mehr Platz einräumen zu können. Schon früh begann Davis, die Kunst der Kamptaler Winzer zu schätzen. Daraus ergab sich die Übernahme eines Traditionsweinguts im Jahr 2011.

Im ständigen Bestreben nach dem Außergewöhnlichen, möchte Davis im Weingut einzigartigen Wein entstehen lassen. Besonders wichtig für ihn sind dabei die ökologische Nachhaltigkeit des Weinbaus und die Ehrlichkeit des Weins. Keine Zusätze und technische Tricks. Stattdessen das Ökosystem so gezielt unterstützen, dass die Reben das Potenzial des Terroirs voll ausschöpfen können. Er begegnet dem Weinbau mit viel Verständnis für das Alte und Bewährte. Zugleich stellt er es aber auf den Prüfstand mit teils unorthodoxen Herangehensweisen. Neue Erkenntnisse kombiniert mit Altbewährtem bilden die Basis zur nachhaltigen Entwicklung des Weinguts, ist sich Davis sicher.

Thomas Ganser

Der Önologe mit fundierter fachlicher Ausbildung der Weinbauschule Krems und der Universität für Bodenkultur Wien ist rechtzeitig zum Lesebeginn 2015 zu uns gestoßen.

Abseits seiner umfangreichen Ausbildung kann Thomas auf eine weltweite praktische Erfahrung zurückgreifen. Vor seiner letzten Beschäftigung als Kellermeister in einem renommierten österreichischen Traditionsbetrieb war er für Weingüter in Neuseeland, Australien und Chile tätig.

Der naturverbundene und sportbegeisterte Deutsche mit der Lieblingsrebsorte Riesling ist für unser Team die optimale Ergänzung.

Tradition lebt in der Erneuerung.

Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins Jahr 1679 zurück. Von Generation zu Generation wurden die Kenntnisse über den Weinbau weitergegeben und auch weiterentwickelt. Nach fast 300 Jahren der gemischten Landwirtschaft entwickelte sich der Hof in ein reines Weingut.

In weiterer Folge wurde das Weingut mit der Konzentration auf ökologisch nachhaltigen Weinbau in eine zeitgemäße und zukunftsträchtige Richtung gelenkt. Davis hat sich nun ganz seiner eigenen Weinbau-Philosophie verschrieben: dem Prinzip Terrafactum.

Weszeli Terrafactum

Grüner Veltliner & Riesling

Lagenweine im Kamptal

Die Gärten des Weinguts Weszeli spannen sich rund um Langenlois. Auf 30 Hektar werden Grüne Veltliner und Rieslinge mit höchstem Anspruch gezogen. Das Weingut hat eine lange Tradition. Seit 1679 wird hier Wein angebaut. Davis Weszeli verbindet das über Generationen weiterentwickelte Familienwissen mit seiner eigenen Weinphilosophie, dem Prinzip Terrafactum®: Er stellt den Weingarten mit seiner großen biologischen Vielfalt selbst ins Zentrum der Arbeit – dort formt er den Charakter seiner Weine. Nach allen Kräften unterstützt er das Zusammenspiel von Flora und Fauna. Dazu gehört auch, dass in den Weingärten kaum Maschinen zum Einsatz kommen. Ob es um die Pflege der Stöcke, das Einkürzen des Laubs oder die Lese geht, diese Arbeiten werden von Hand ausgeführt. Den gleichen Respekt lässt Davis bei der schonenden und puristischen Vinifikation walten.

In tiefer Verbundenheit mit der Natur entstehen so im Weingut Weszeli Weine, die den einzigartigen Geschmack des Terroirs ins Glas bringen – pur, ehrlich, unverfälscht.

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Das Kamptal –

die Heimat unserer Weingärten.

Die Gärten des Weinguts Weszeli spannen sich rund um Langenlois, im Herzen des Kamptals. Auf 30 Hektar werden Grüne Veltliner und Rieslinge mit höchstem Anspruch gezogen. Ob exponierter Südhang, Terrassenanlage oder kleine Parzelle – jeder Weingarten hat seinen ganz eigenen Charakter. Mikroklima und Böden bilden die Grundlage, Pflanzen und Tiere machen das Ökosystem komplett. Der Wein braucht jedes einzelne Element und eine intakte Balance, um seinen ganz spezifischen Charakter ausbilden zu können.

Lernen Sie unsere Weingärten und ihre Bewohner kennen, denn sie prägen den Geschmack unserer Weine.

Die Weingärten für den Grünen Veltliner Langenlois:

Löss mögen nicht nur die Reben, sondern auch die Ziesel.

Die Lage Langenlois setzt sich aus über 60 Weingärten zusammen. Jeder hat seinen eigenen Charakter. So unterschiedlich sie auch sind, eines haben sie gemeinsam: ihre Bewohner, die Ziesel. Im feinkörnigen Löss fällt es dem kleinen Nager leicht, seine Erdbaue zu graben. Hier hält er seinen Winterschlaf und zieht seine Jungen groß. Er ernährt sich vor allem von Samen, Wurzeln und Kräutern, die ihm die Weingärten im Übermaß bereithalten.

Immer aufmerksam wacht das Ziesel über sein Revier und ist dabei so flink, wie der Grüne Veltliner Langenlois frisch ist.

Der Weingarten für den Grünen Veltliner Schenkenbichl:

Willkommener Gast mit Bleiberecht – der Wiedehopf.

Am Rand des Weingartens Schenkenbichl befindet sich ein Wald. Hier haben wir dem Wiedehopf mehrere Brutkästen aufgestellt, von denen aus der seltene Zugvogel zu seinen Flügen durch den Weingarten aufbricht. Er liebt es warm, deshalb ist der Schenkenbichl wie geschaffen für ihn: Die exponierte Südlage und Steinmauern, die die Hitze des Tages bis in die Nacht hinein abgeben, sorgen für hohe Temperaturen. Auch die vielfältige Pflanzenwelt ist ganz nach seinem Geschmack. Die Rosen am Anfang jeder Rebzeile und Sonnenblumen, Lavendel, Flieder, Zucchini und Kapuzinerkresse zwischen den Terrassen beherbergen viele Insekten.

Als Zugvogel nimmt der Wiedehopf jeden August eine lange, beschwerliche Reise auf sich. Auch die Reben des Grünen Veltliners Schenkenbichl müssen sich anstrengen, um im Boden tief zu wurzeln. Zum Glück werden die Bemühungen beider immer wieder belohnt: der Wiedehopf bekommt einen zweiten Sommer und unser Grüner Veltliner einen besonders cremigen Körper. Jahr für Jahr.

Der Weingarten für den Riesling Loiserberg:

Bienenvölker auf großer Wanderung.

Rosen, Pfingstrosen, Raps, Sonnenblumen, Flieder und Obstbäume machen den Loiserberg zu einem Paradies für Insekten. Weil dieser Weingarten auf der höchsten Lage im Kamptal so ideal für Bienen ist, haben sich hier bereits einige Völker angesiedelt. Die vielfältige Bepflanzung zwischen den Rebzeilen bietet ihnen ein Überangebot an Blütennektar. Sie danken es uns mit der fleißigen Bestäubung unserer vielfältigen Flora.

Ob die Bienen wohl wissen, dass der Riesling Loiserberg mit seinem dezenten Restzucker an sie und ihren Honig erinnert?

Der Weingarten für den Riesling Seeberg:

Sonnenbank für Smaragdeidechsen.

Sechs sonnenverwöhnte Terrassen formen den Weingarten Seeberg. Hier fühlen sich Smaragdeidechsen besonders wohl. Sie wärmen sich vor allem morgens und abends lange auf den aufgeheizten Steinen auf, denn durch den starken Einfluss des Waldviertels können die Nächte ziemlich kühl werden. Schutz und Rückzug finden sie in den vielen Schlupflöchern in der Grasauflage. Sträucher und Beeren liefern ihnen ein vielfältiges Nahrungsangebot.

In ihrer leichtfüßigen Eleganz sind die Smaragdeidechsen dem Riesling Seeberg sehr ähnlich.

Der Kellerweingarten:

Grüner Veltliner Eiswein und Eisvogel – Freunde im Geiste.

Die Trauben für den Weszeli-Eiswein gedeihen auf drei unterschiedlich hoch gelegenen Terrassen. Der Weingarten liegt direkt im Schutz unseres Kellers und ist nach Norden ausgerichtet. Im Spätherbst und Winter bestimmt daher Kälte das Mikroklima, was für den Eiswein natürlich ideal ist. Mit seinem prächtig schillernden frostblauen Gefieder steht der Eisvogel wie kaum ein anderer für Kälte und Winter. Er ist der Schneekönig unter den Vögeln – auch deshalb, weil er uns in der kalten Jahreszeit nicht verlässt.

Der Eisvogel ist zu einer seltenen Kostbarkeit geworden. Ganz wie unser Grüner Veltliner Eiswein, den wir nur in einer sehr limitierten Auflage und nur in ganz besonderen Jahren herstellen.

Der Weingarten für den Grünen Veltliner Käferberg:

Hoch über den Reben zieht der Falke seine Kreise.

Ein kleiner Weingarten von Hagebutten, Beeren und Haselnüssen umsäumt, mit Sonnenblumen, Flieder und einem Marillenbaum bereichert. Darüber in der Luft: das Revier des Falken. Im Rüttelflug schwebt er über den Käferberg und spürt seine Beute auf. Die Wege zwischen den Reben lassen ihn bis auf den Boden sehen und dort blitzschnell landen, wo er etwas entdeckt hat. Strategisch günstig grenzt ein Wald an den Käferberg an – von hier aus startet der Falke seine Ausflüge.

Er ist so stolz und majestätisch wie der Grüne Veltliner Käferberg, der in seinem Weingarten wächst.

Der Weingarten für den Riesling Steinmassl:

Ein kleines Schmetterling-Paradies.

Obwohl der Boden sehr karg und steinig ist, ist der Weingarten Steinmassl zusätzlich zu den Rebstöcken besonders reich an anderen Pflanzen. Verschiedene Kräuter, Topinambur, Buchweizen, Sonnenhut, Ginster und Osterluzei prägen das Bild. In ihrer Vielfalt und Üppigkeit erschaffen sie einen idealen Lebensraum für Weinbergschnecken und Schmetterlinge. Vor allem den Osterluzei-Falter sieht man hier häufig von Blüte zu Blüte schwirren, schließlich ernährt er sich allein von der Osterluzeipflanze, die außerhalb des Weingartens schwer zu finden ist.

Mit seinen kräftig gelben Flügeln ist der Osterluzei-Falter nicht nur ein hübscher Farbklecks, sondern erinnert auch an die frische Zitrusnote, die den Riesling Steinmassl neben seiner terroirbetonten Mineralik so besonders macht.

Der Weingarten für den Grünen Veltliner Steinhaus:

Wo Hasen keine Haken schlagen.

Sonne, lockerer Boden und verschiedene Leckerbissen – der Weingarten Steinhaus bietet Hasen alles, was sie mögen. Sie knabbern an heruntergefallenen Weinbergpfirsichen oder holen sich Wurzelgemüse aus dem Boden. Wildkräuter und Bucheckern machen ihnen den Speiseplan noch abwechslungsreicher. Weiters tragen geschützte Ecken in Hecken und viel Auslauf zwischen den Rebzeilen zum Wohlbefinden des Nagers bei. Er ist ein Meister des Versteckens. Gern zieht er sich zurück und zeigt sich erst, wenn man ihm den nötigen Freiraum lässt.

Ähnlich verhält sich der Grüne Veltliner Steinhaus: Seine feine Mineralik und die zarten Duftnoten wollen von wachen Sinnen hervorgelockt werden.

Schöntal, der Weingarten für unseren Rosé:

Kleiner Käfer Nimmersatt – zum Glück.

Der Weingarten Schöntal, in dem unser Rosé heranwächst, wird im Norden von einem Akazienwald begrenzt. Dieser schirmt den Weingarten gegen kalte Winde ab und bildet zudem einen Anziehungspunkt für viele Insekten. Einer unserer Lieblinge im Schöntal ist der Marienkäfer. Mit seinem großen Appetit ist er ein besonders effektiver Mitarbeiter in der biologischen Schädlingsbekämpfung – ein wahres Glück für die Reben.

Unbeschwert fliegt der Marienkäfer umher und lässt sein strahlendes Rot in der Sonne aufblitzen. Unser Rosé eifert ihm nach: mit dem federleichten Geschmack eines Sommerweins und seiner schwerelosen Farbe.

Der Weingarten für den Grünen Veltliner Purus – der Kittmannsberg:

Für Rehe ein beliebtes Ausflugsziel und fast schon ein Zuhause.

Der Weingarten Kittmannsberg lockt viele Rehe an. Auf ihren ausgedehnten Streifzügen durch die Wälder und Wiesen statten sie dem Weingarten sehr häufig ihren Besuch ab. Nicht nur, dass sie hier einen großen Holunderstrauch, Heidelbeeren, roten Hartriegel und Heidekraut finden – wir haben auch eigene Futterstellen für sie eingerichtet. Außerdem zog Elisabeth bereits einige verwaiste Rehkitze mit der Flasche groß. Das Nahrungsangebot im Weingarten ist so reichlich, dass die Rehe die Reben kaum angreifen. Mit ihren Ausscheidungen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur hohen Qualität des Humus.

In ihrer Agilität und kraftvollen Eleganz gleichen die Rehe vom Kittmannsberg dem Grünen Veltliner Purus.

nächstes Tier: Der Ziesel

nächstes Tier: Die Biene

nächstes Tier: Die Echse

nächstes Tier: Der Eisvogel

nächstes Tier: Der Falke

nächstes Tier: Der Falter

nächstes Tier: Der Hase

nächstes Tier: Der Käfer

nächstes Tier: Der Rehbock

Schonend und puristisch –
unsere Ernte und Vinifikation.

Strenge Selektion und Ganztrauben-
pressung für Top-Qualität.

Schon bei der Lese gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Wir lassen uns von der Natur leiten: Die Trauben bestimmen den Erntezeitpunkt. Physiologische Reife, Farbe, Geschmack, Konsistenz, Aussehen der Kerne – erst wenn die Früchte den richtigen Reifegrad erreicht haben, werden sie gelesen, natürlich von Hand.

Im Keller kommen die Früchte direkt aus Leseboxen in die Presse – ohne Standzeit und ohne Förderband. Bei einem Druck von 1 bar werden die ganzen Trauben inklusive der Kämme äußerst schonend gepresst. Der Druck ist so gering, dass die Kämme unversehrt bleiben und so ihre Bitterstoffe nicht abgeben.

Die temperaturgeregelte Vergärung findet in Edelstahlfässern statt und erhält uns so das ganze Aroma. Anschließend reifen unsere Lagenweine großteils im Eichenfass, was ihre reiche aromatische Vielschichtigkeit verstärkt.

Jeder Wein bekommt die Zeit, die er braucht.

Der Ausbau im Keller ist je nach Weintyp unterschiedlich. Unsere Kamptal-Terrassenweine reifen ein halbes Jahr, bevor sie in den Verkauf kommen. Unsere Lagenweine hingegen reifen für mindestens 24 Monate im Keller, ehe wir sie für den Verkauf freigeben. Nur so entfalten große Weine noch stärker ihr Potential und können nach Wunsch entweder sofort genossen oder noch viele Jahre weiter in der Flasche gelagert werden.

Auch wenn wir etwa mit unseren beiden hochmodernen pneumatischen Pressen mit der Zeit gehen, verzichten wir auf modische Vinifikationstechniken. Wir möchten das Terroir pur und unverfälscht in die Flasche bringen. Der Charakter unserer Grünen Veltliner und Rieslinge wächst im Weingarten – er wird nicht im Keller gezüchtet.

Verantwortung über den Weinbergrand hinaus.

Aktuell unterstützen wir ein AIDS-Waisenhaus in Itete im Süden Tanzanias. Tanzania ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Itete liegt außerhalb der Hauptrouten – ein schwer zugängliches, durch Infrastruktur kaum erschlossenes Gebiet. AIDS ist hier ein großes Problem. Viele Familien, auch Kinder, sind direkt davon betroffen. Die Franziskusgemeinschaft Nazareth lebt seit 1989 in Itete und kümmert sich um die Menschen der Region. Sie leistet praktische Hilfe und treibt mit gezielter Aufklärung die AIDS-Prävention voran.
Weitere Informationen zu den Projekten in Itete finden Sie hier:
http://www.dialogmititete.at/

Mit unserem Beitrag finanzieren wir unter anderem die Ausgaben der örtlichen Krankenstation. Sie stellt die einzige medizinische Versorgung der Region dar.

Für uns hört Verantwortung nicht hinter den eigenen Weingärten auf. Wir gehen nicht nur mit der Natur respektvoll um, sondern auch mit den Menschen.