Bodenmonolith Heiligenstein

Die Wüste lebt

Das Klima am Heiligenstein Erste Lage ist trocken und im Sommer tagsüber heiß, nachts ist es dagegen meist windig und frisch. Grüner Veltliner fühlt sich am Heiligenstein nur in ein paar wenigen Mulden wohl. Der Rest des Bergs ist ideales Terrain für Riesling. Karg und steinig finden sich darin genau die Voraussetzungen, die ihm behagen.

Über viele Jahre vermutete man, dass sich der mittelalterliche Hellenstein von den brennheißen, an die Hölle erinnernden Verhältnissen ableitete und erst auf Drängen der Kirche in sein semantisches Gegenteil verwandelt wurde. So nachvollziehbar diese Geschichte auch sein mag, ist sie doch eine – immerhin schöne –Legende. „Hel“ bedeutete auf mittelhochdeutsch tatsächlich „glänzend, licht“ (ergo: der helle Berg) und wurde erst durch sprachliche Transformationen zum Heiligenstein.

 

Der Boden

Der Heiligenstein Erste Lage ist geologisch vielschichtig, basiert aber zu einem ganz wesentlichen Teil auf Zöbinger Perm. Einem Wüstensandstein, einmalig in Europa, der mit vulkanischen Konglomeraten und verkohlten Resten organischen Materials durchzogen ist. An manchen Stellen ist er so bröselig und locker, wie man sich Sandstein vorstellt, an anderen dagegen verdichtet, hart und schwierig zu bearbeiten. Gelegentlich mischt sich unter den Zöbinger Perm auch Gneis und Granit, sodass die Reben dann direkt im Fels wurzeln.

Über viele Jahre vermutete man, dass sich der mittelalterliche Hellenstein von den brennheißen, an die Hölle erinnernden Verhältnissen ableitete.

Lage:
36,7 Hektar
Weingarten:
0,8 Hektar
Pflanzjahr:
1979
Seehöhe:
260 Meter
Neigung:
13°
Ausrichtung:
Süd-Südwest
Koordinaten:
48°29´03.06“N 15°42´04.65“O